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Droege, G. (2005): [Freilandbiologische Untersuchung einer Brutkolonie der Saatkrähe Corvus frugilegus, L. in unmittelbarer Nachbarschaft zum Flughafen Berlin-Tegel.] Diplomarbeit am Institut für Zoologie der Freien Universität Berlin.
Language: GermanType: Diploma thesis
Abstract: In der vorliegenden Studie wurde eine Brutkolonie der Saatkrähe am Flughafen Berlin-Tegel untersucht. Die Schwerpunkte waren dabei die Entwicklung und Historie der Kolonie, der Vergleich der Nestpositionen mit den beiden Vorjahren, die Brutbiologie der Krähen, eventuelle Änderungen in der Bevorzugung von Fressplätzen, das Verhalten der Tiere sowie eventuelle Konflikte mit dem Menschen. In diesem Jahr wurden 78 Nester in Traubeneichen sowie Spitz- und Bergahornen gebaut, die alle mit der Brut begannen. In den letzten drei Jahren wurden 113 verschiedene Nestpositionen lokalisiert. 64 % der diesjährigen Nester wurden bereits 2004 genutzt und 58 % bereits 2003. Die Gesamtpopulation bestand aus 186 Tieren. Davon waren 30 Nichtbrüter, bei denen es sich wahrscheinlich um zeitweise anwesende Juvenile des Vorjahres handelte. Die Tiere schliefen das erste Mal am 02.03. in der Kolonie, zusammen mit 740 Winterkrähen. Die Kolonie ist im Jahr 2005 die mit Abstand größte in Berlin und besteht seit mindestens fünf, wahrscheinlich aber seit acht Jahren. Ihren Ursprung hat sie möglicherweise in den Kolonien Haselhorst und Heckerdamm. Das erste Nest wurde am 03.03., das letzte am 15.04.2005 gebaut. Die Baudauer betrug bei Neubauten zumeist drei bis sieben Tage. Die ersten Eier wurden am 10.03.2005 gelegt. Die letzte Erstbrut wurde am 17.04.2005 begonnen. Die Brutdauer betrug zumeist 18 bis 20 Tage. Die erste Zweitbrut wurde am 25.03. begonnen, die letzte am 06.05.2005. Die ersten Jungen schlüpften am 02.04.2005, die letzten Jungen der Erstbrut am 05.05.2004. Die Nestlingsdauer betrug zumeist 29 - 32 Tage. Der erste Ästling wurde am 02.05.2005 entdeckt, der letzte am 23.06.2005. Es gab 12 bis 14 Zweitbruten, davon hatten acht ihr erstes Gelege verloren. Fünf Nester verloren die ersten Jungen, ohne eine Zweitbrut zu beginnen. Der Bruterfolg lag mit 1,12 Jungen/begonnener Brut beziehungsweise 1,24 Jungen/erfolgreicher Brut unter den Werten des Vorjahres. Anhand von zwei Fokusnestern wurde das Verhalten am Nest untersucht. Das Bauen des Nestes wurde von beiden Partnern ausgeführt, das Brüten vom Weibchen allein. Dabei verließ es das Nest bis etwa zum letzten Drittel der Nestlingsphase kaum. Das Männchen versorgte das Weibchen und später die Jungen mit Futter anfangs bei jedem zweiten Anflug, in der Nestlingsphase dann bei jedem. Die Fütterungen erfolgten bei einem Tier 2,1 mal pro Stunde, bei dem zweiten einmal. Einmal wurde das Betteln beim Männchen festgestellt, sonst nur bei Weibchen. Letztere riefen ab der Eiablage in keiner anderen Tonlage mehr. Oft kam es zu Diebstählen von Nistmaterial, weswegen einige Paare mehrmals mit dem Nestbau beginnen mussten Kopulationen traten zumeist am Nest auf. Vergewaltigungen wurden vor allem zu der Zeit beobachtet, in der die meisten Weibchen brüteten. Kämpfe resultierten sowohl aus Vergewaltigungen, als auch aus Streit um einen Futterbrocken. Flugjagden wurden nur im unmittelbaren Koloniebereich beobachtet. Es wurden drei Hauptflugwege zu außerhalb des Flughafens liegenden Fressplätzen ermittelt. Die Tiere flogen zur BSR (Berliner Stadtreinigung), der JSA (Jugendstrafanstalt) Berlin sowie der JVA (Justizvollzugsanstalt) Tegel. Erstere ist mit 3.400 Metern am weitesten entfernt. Diese drei Plätze machten während der ganzen Saison circa 25 % der Flugbewegungen aus. Dort wurden menschliche Abfälle, wie zum Beispiel Brötchen gefressen. Ab der 15. Kalenderwoche flogen die Tiere zumeist zum Flugfeld. Ab der 11. Kalenderwoche war ein deutlicher Anstieg der Flugbewegungen zu sehen. Ab der 14. ging die Anzahl wieder zurück. Morgens war die Aktivität am höchsten. Abends war der stärkste Einflug zu beobachten. Es sind keine Unfälle von Krähen mit Flugzeugen bekannt geworden. Die Brutkrähen zeigten keine Scheu vor den Flugzeugen. Passanten wurden ignoriert, solange sie nicht stehen blieben und hoch in die Bäume schauten.Die Menschen störten sich vor allem an der starken Verschmutzung ihrer Autos mit Kot.
Abstract: Currently not available due to copyright restrictions.
Countries where study took place: Germany
Species: Corvus, -Corvus corone, --C-c.cornix, -Corvus frugilegus
Themes: Public opinion, Geographical distribution, - Survey of Population size, - Population dynamic, Habitat, - Crop land/Meadow, - City/Anthropogen Impact, -- Risks/Disruptions, --- Bird Strike, Breeding biology, - Breeding colony, - Social Structure, - Parental investment, - Nesting, - Eggs/Incubation, - Diet of/Water for the Young, - Growth/Mortality of the Young/Breeding success, - Food-begging in males/Breeding males, Foraging, - Interspecific Foraging Communities, - Kleptoparasitism, - Garbage/Garbage dump, - Sand/Pebbles/Stones, - Drinking, - Insectivory (all Arthropods), - Predation by Corvids, - Corvids as Prey, Behaviour, - Activity, - Roosting/Flocking, - Migration, - Hibernation/Migration pattern, - Age composition of wintering Corvids
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